Seifenherstellung

Seifen

Für meine Seifen verwende ich ausschließlich pflanzliche Öle und Fette, naturreine ätherische Öle, Kräuter, Pflanzenextrakte und mineralische Pigmente in zertifizierter Qualität. Die Seifen enthalten keine künstlichen Tenside, künstliche Duftstoffe oder Konservierungsstoffe.

Alle Seifensorten sind als 100 g- oder 30 g-Stücke erhältlich. Die Herstellung erfolgt in sorgfältiger Handarbeit – daher ist jedes Seifenstück ein Unikat; geringe Abweichungen bei Gewicht, Farbe und Form sind möglich.

Je nach Saison sind einzelne Sorten nicht erhältlich. Die jeweils aktuelle Liste finden Sie im Online-Shop.


Die Herstellung handgesiedeter Pflanzenölseifen

Seifen gehören zu den ältesten Schönheitsmitteln der Menschheit. Erste Aufzeichnungen von Seifenrezepten finden sich bereits auf Keilschrifttafeln, die aus dem Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris vor 4500 Jahren stammen. Dass auch heute Seife aus dem alltäglichen Leben nicht weg zu denken ist, bestätigt ihren bleibenden Wert.

Die Reinigungskraft der Seifen besteht darin die Oberflächenspannung des Wassers herab zu setzen. Dadurch steigt das Benetzungsvermögen der Seifenlösung und die Lösung kann leichter in die Faser/Haut eindringen. Dort bindet die Seife die fetthaltigen Schmutzpartikel, bis sie mit Wasser abgespült werden. Chemisch betrachtet ist Seife das Alkalisalz von Fettsäuren. Sie entsteht bei der Reaktion (Verseifung) eines Fettes bzw. einer Fettsäure mit Natron- oder Kalilauge.

Meine handgesiedeten Seifen werden schonend im sogenannten Kaltsiedeverfahren hergestellt. Ich verarbeite vorwiegend Olivenöl, Kokosfett, Palmfett, Sonnenblumenöl und Rapsöl. Da die natürlichen Fette und Öle aus den verschiedensten Fettsäuren zusammengesetzt sind, welche die unterschiedlichsten Eigenschaften bezüglich Härte, Schaumbildung und Stabilität besitzen, kann man durch geeignete Mischungsverhältnisse die Eigenschaften der fertigen Seife beeinflussen. Beim Kaltverfahren werden die geschmolzenen Fette und Öle mit einer genau abgewogenen Menge an Natronlauge bei etwa 40°C vermischt. Um den Verseifungsprozess in Gang zu bringen, wird die Mischung kurz verrührt.

Das wertvolle, Feuchtigkeit spendende Glycerin, das bei der Verseifung von Ölen und Fetten entsteht, wird nicht wie bei der industriellen Herstellung extrahiert, sondern bleibt in der Seife vollständig enthalten. Dadurch sind handgefertigte Seifen besonders sanft und weich. Nach dem Andicken des Seifenbreis werden weitere Zutaten wie Kräuter, ätherische Öle, Haut pflegende Überfettungsöle, Milch oder Pflanzenfarbstoffe zugegeben.

Anschließend wird die Rohseife in eine Holzform gegossen, vor Kälte geschützt und für 24 Stunden stehengelassen. Dann wird die Seife in kleine Stücke geschnitten. Nun sollte die Seife noch mindestens vier Wochen an einem kühlen und trockenen Ort reifen. In dieser Zeit vervollständigt sich der Verseifungsprozess und das überschüssige Wasser verdunstet. Das Seifenstück gewinnt an Härte und wird hautfreundlicher.

Für eine milde Reinigung der Haut sind die Seifen mindestens 7% bezogen auf den Gesamtfettgehalt mit besonders wertvollen Ölen wie Mandel- Jojoba- oder Aprikosenkernöl überfettet. Diese Öle werden erst nach dem Andicken des Seifenbreis zugefügt, damit ihre wirksamen Bestandteile möglichst erhalten bleiben.
Nach jedem Gebrauch sollten die Seifen vollständig trocknen, damit sie ansehnlich bleiben. Am besten auf einer Seifenschale mit Ablauf aufbewahren.

Die Seifen sind frei von künstlichen Konservierungsstoffen. In der Regel sind die Seifenstücke bei richtiger Lagerung (nicht in der direkten Sonne und bei zuviel Wärme) mindestens ein Jahr haltbar. Da nur naturreine ätherische Öle verwendet werden, lässt der Duft mit der Zeit nach.

Noch ein Hinweis:
Seifen mit ätherischen Ölen sind nicht für Babys und Kleinkinder geeignet